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Musikerinnen und Musiker im Umfeld des Bauhauses

von Kai Hinrich Müller (Hg.),

PDF Zitiervorschlag

H

Hardt, Ernst*

1876–1947

Intendant

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd11870155X.html

Bezug

Leitung des Weimarer Nationaltheaters sowie Bauhaus-Kooperationen mit Blick auf Bereitstellung von Eintrittskarten und gemeinsame Aktivitäten. Zusammentreffen mit Walter Gropius 1914 auf Werkbundausstellung. H. setzte sich in Weimar für Gropius ein und unterstützte diesen in seinen Plänen. Gropius sah in H. einen Mitstreiter im musikalischen Bereich. Vgl. Korrespondenzen in ThürStArch: StaatBauWei.

Literatur (Auswahl)

Materialien zum Staatlichen Bauhaus im Landesarchiv Thüringen/Hauptstaatsarchiv Weimar.

Harlan, Peter

1898–1966

Instrumentalist, Instrumentenbauer

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd116476370.html

Bezug

Zusammen mit Ernst Duis und Edgar Lucas Teil des Harlan-Lucas-Duis-Trios, das in anderer Besetzung auch als Freiburger Kammertrio für alte Musik auftrat. Zudem mit L. Teil des Harlan-Duos, das sich um die Renaissance der Blockflöte in den 1920er-Jahren bemühte. Protagonisten der Aufführungspraxis-Bewegung im frühen 20. Jahrhundert, auch im Verbund mit der Jugendmusikbewegung, Fritz Jöde und der Rekonstruktion historischer Instrumente – möglicherweise liegt im organologischen Bereich ein weiterer Bezug zum Bauhaus (H. wurde als Instrumentenbauer bekannt). 1929 Tournee mit einem Programm zu historischer Haus- und Kammermusik (Lieder des 15. bis 17. Jahrhunderts), in diesem Rahmen am 29. November 1929 auch Halt am Bauhaus. Das Programm findet sich laut Dieter Gutknecht in der Sammlung Uta Hoesch. Die gespielten Instrumente wurden von H. in Markneukirchen hergestellt, überwiegend Gamben, Blockflöten, Laute und Clavichord; Duis sang.

Literatur (Auswahl)

Müller, Kai Hinrich: »Musikerinnen und Musiker im Umfeld des Bauhaus (1919–1933)«. In: Musikerinnen und Musiker im Umfeld des Bauhauses, hg. von Kai Hinrich Müller. 2025. S. 11–57. Stelzer, Cornelia: Die Bedeutung der Blockflöte zur Zeit des Nationalsozialismus. 2021. Gutknecht, Dieter: Die Wiederkehr des Vergangenen. Studien zur Geschichte der Aufführungspraxis Alter Musik. Bd. 2: Entwicklung ab dem Zweiten Weltkrieg. 2015. Gutknecht, Dieter: Studien zur Geschichte der Aufführungspraxis Alter Musik. Ein Überblick vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg. 1993. Bauhaus-Archiv Berlin (Hg.): bauhaus zeitschrift 1926–1931, Faksimile-Edition, mit einem Essay von Astrid Bähr. 2019.

Hartmann, Georg*

1891–1972

Intendant, Regisseur

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd116497610.html

Bezug

Intendant am Friedrich-Theater Dessau von 1925 bis Ende Spielzeit 1928/29, zuvor Tätigkeit in u. a. Erfurt, Lübeck und Dresden. Zusammenarbeit mit Bauhaus und Kontakt mit Bauhäusler*innen, u. a. Wassily Kandinsky (Anregung zur Produktion von »Bilder einer Ausstellung«, 1928) und Familie Klee. Engagement u. a. von Felix Klee als Regieassistent.

Literatur (Auswahl)

Lux, Monika/Quaas, Anne: »Georg Hartmann – ein Leben für das Theater«. In: Zwischen Wörlitz und Mosigkau. Heft 56 (Schriftenreihe zur Geschichte der Stadt Dessau und Umgebung). 2003.

Hauer, Josef Matthias

1883–1959

Komponist, Autor, Musiktheoretiker

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd118546856.html

https://www.mgg-online.com/mgg/stable/594285

Bezug

Einflussreich in den Anfangsjahren des Bauhauses, vor allem wegen Klang-Farben-Konzepten und zwölftonmusikalischer Ansätze. Kontakt u. a. mit Alma Mahler-Werfel und Johannes Itten, der ihn in Wien auf einer Ausstellung kennengelernt hatte. Reger Austausch mit Bezug auf H.s Werke, etwa zu op. 15, 16, 17, 18 und 19. Gemeinsamer Plan einer Bauhaus-Musikschule: Hauer sollte möglicherweise als Musiklehrer ans Bauhaus vermittelt werden, was aufgrund u. a. studentischer Interventionen nicht zustande kam. Itten schlug ihn 1920 für eine Einladung zu einem Bauhaus-Abend vor (vgl. Wahl2001, S. 103). 1922 war außerdem geplant worden, H. für die Bauhaus-Woche 1923 zu akquirieren (um »mit der geistigen Atmosphäre des Bauhauses vertraut« zu machen, Wahl2001, S. 235). Rezeption seiner Musik in Konzerten, etwa im Zuge von Paul Armas Reihe »zeitgenössische musik und ihre entwicklungsmöglichkeiten« (Konzert am 3. Dezember 1931).

Literatur (Auswahl)

Diederichs, Joachim/Diederichs-Lafite, Marion: Österreichische Musikzeitung. Bd. 64, Heft 8–9: Schwerpunktband Josef Matthias Hauer. 2014. Ganter, Martha: Musikleben und musikalische Einflüsse am Staatlichen Bauhaus in Weimar. Masterarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2012. Siebenbrodt, Michael: »Jazzkapelle und Gesamtkunstwerk – Musik am Bauhaus in Weimar«. In: Übertönte Geschichten. Musikkultur in Weimar. Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar, hg. von Hellmut Th. Seemann und Thorsten Valk. 2011. S. 121–136. Darmstädter, Beatrix: »Klangfarben und Farbklänge. Josef Matthias Hauer und Johannes Itten«. In: Musik und Ästhetik. 10/38. 2006. S. 90–101. Wahl, Volker/Ackermann, Ute: Die Meisterratsprotokolle des Staatlichen Bauhauses Weimar 1919–1925, hg. von Volker Wahl, bearbeitet von Ute Ackermann. 2001. Hüneke, Andreas: »Musik am Bauhaus«. In: Musikkultur in der Weimarer Republik, hg. von Wolfgang Rathert und Giselher Schubert. 2001. S. 189–197. Bogner, Dieter: »Eine Musikschule für Weimar?«. In: Das frühe Bauhaus und Johannes Itten. Katalogbuch anläßlich des 75. Gründungsjubiläums des Staatlichen Bauhauses in Weimar, hg. von Rolf Bothe, Peter Hahn und Hans Christoph von Tavel. 1994. S. 364–373. Stuckenschmidt, Hans Heinz: Musik am Bauhaus. Vortrag gehalten im Bauhaus-Archiv in Berlin am 11. Mai 1976, hg. von Hans Maria Wingler. 1978.

Hecker, Friedrich

Flötist

Biografischer Verweis

-

Bezug

Mitwirkung in der Aufführung von Arnold Schönbergs »Pierrot Lunaire« am 27. Oktober 1922. Das Gastspiel fand im Rahmen einer Konzertreise statt, die das Ensemble auch nach Magdeburg, Bochum, Barmen, Düsseldorf und Bonn führte (Berichterstattung u. a. in »Musikblätter des Anbruch« Heft 4, 1922; vgl. zudem ThürStArch: StaatBauWei Nr. 26).

Literatur (Auswahl)

Schmidt, Dörte/Weber, Brigitta: Keine Experimentierkunst. Musikleben an Städtischen Theatern in der Weimarer Republik. 2017. Ganter, Martha: Musikleben und musikalische Einflüsse am Staatlichen Bauhaus in Weimar. Masterarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2012. Stuckenschmidt, Hans Heinz: Musik am Bauhaus. Vortrag gehalten im Bauhaus-Archiv in Berlin am 11. Mai 1976, hg. von Hans Maria Wingler. 1978.

Heifetz, Benar

1899–1974

Cellist

Biografischer Verweis

https://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00002587

Bezug

Konzert am Bauhaus am 27. September 1927 mit einem als »Wiener Streichquartett« angekündigten Streichquartett, was vermutlich das Kolisch-Quartett meint (vgl. Maurer-Zenck1998). Die Aufführung fand im Rahmen einer größeren Tournee mit Werken von Arnold Schönberg, Alban Berg und Ludwig Beethoven statt. November 1924 weiteres Konzert in Weimar (hier auch Gastspiel am Bauhaus?). Weitere Quartettmitglieder in dieser Zeit: Rudolf Kolisch, Eugen Lehner, Felix Khuner.

Literatur (Auswahl)

Ganter, Martha: »Die Musikvorträge am Weimarer Bauhaus«. In: bauhausvorträge. Gastredner am Weimarer Bauhaus 1919–1925, hg. von Peter Bernhard. 2017. S. 317–361. Maurer-Zenck, Claudia: »›Was sonst kann ein Mensch denn machen, als Quartett zu spielen?‹ Rudolf Kolisch und seine Quartett. Versuch einer Chronik der Jahre 1921–1944«. Österreichische Musikzeitschrift. Jg. 53. H. 11. 1998. S. 8–57. Dietzsch, Folkert: Die Studierenden am Bauhaus. 2 Bde. 1990. Bauhaus-Archiv Berlin (Hg.): bauhaus zeitschrift 1926–1931, Faksimile-Edition, mit einem Essay von Astrid Bähr. 2019.

Heim, Emmy (Emilie)

1885–1954

Sopranistin, Musikpädagogin

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd1212211030.html

https://bauhaus.community/gnd/1212211030

https://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00005352

Bezug

Verheiratet mit Franz Singer, Tante von Victor (Viktor) und Dolly Schlichter, darüber hinaus Kontakt mit u. a. Friedl Dicker, Johannes Itten und Stefan Wolpe. Letzterer widmete ihr sein Lied »Zufriedenheit« (1924). Konzert am Bauhaus am 17. Dezember 1920 (Lieder von Gustav Mahler und J. S. Bach)

Literatur (Auswahl)

Ganter, Martha: »Die Musikvorträge am Weimarer Bauhaus«. In: bauhausvorträge. Gastredner am Weimarer Bauhaus 1919–1925, hg. von Peter Bernhard. 2017. S. 317–361. Ackermann, Ute: »Wien in Weimar: Emmy Heims Liederabend«. In: bauhausvorträge. Gastredner am Weimarer Bauhaus 1919–1925, hg. von Peter Bernhard. 2017. S. 179–186.

Herkert, Alice

1892–1973

Violinistin, Bratschistin

Biografischer Verweis

-

Bezug

Schwester von Nathalie Herkert, die 1917 Hannes Meyer geheiratet hatte (Scheidung 1936) – möglicherweise hierdurch Kontakt zum Bauhaus? Zwei Auftritte nachweisbar mit dem Münchner Kammermusiktrio: am 21. und 24. Februar 1930 (mit Kurt Arnold und Franz Hibler).

Literatur (Auswahl)

Philipp Oswalt (Hg.): »Lehrangebot und Ereignisse Bauhaus Dessau – 1927 bis 1930«. In: Hannes Meyers neue Bauhauslehre. Von Dessau nach Mexiko, hg. von Philipp Oswalt. 2019. S. 534–549. Wittwer2006. Dietzsch, Folkert: Die Studierenden am Bauhaus. 2 Bde. 1990.

Hermann, Paul (Pál)

1902–1944

Cellist, Komponist

Biografischer Verweis

-

Bezug

Das Programm des Konzerts im Jahr 1928 mit »moderner kammermusik« kündigt neben Henri Nouveau (Heinrich Neugeboren) einen »Paul Hermann« als Cellisten an. Gemeint ist vermutlich H., der in der Zeit als Interpret zeitgenössischer Musik gefragt war. Schüler von u. a. Béla Bartók und Zoltán Kodály. Vermittlung möglicherweise über Nouveau, der bis Anfang der 1920er-Jahre ebenso in Budapest wirkte.

Literatur (Auswahl)

Bauhaus-Archiv Berlin (Hg.): bauhaus zeitschrift 1926–1931, Faksimile-Edition, mit einem Essay von Astrid Bähr. 2019.

Hibler (Hiebler), Franz

-

Cellist, Gambist

Biografischer Verweis

-

Bezug

Konzerte am Bauhaus mit Münchner Kammermusiktrio am 21. und 24. Februar 1930 (mit Kurt Arnold und Alice Herkert). H. war Mitglied diverser Ensembles in München, möglicherweise handelt es sich um Franz Hiebler (wie es in anderen Quellen heißt), der aus der Gambenklasse von Christian Döbereiner stammt, einem Protagonisten der Aufführungspraxis-Bewegung im 20. Jahrhundert. Anfang der 1920er-Jahre leitete dieser eine Klasse für historische Instrumente an der Münchner Akademie der Tonkunst, die Hiebler besuchte.

Literatur (Auswahl)

Philipp Oswalt (Hg.): »Lehrangebot und Ereignisse Bauhaus Dessau – 1927 bis 1930«. In: Hannes Meyers neue Bauhauslehre. Von Dessau nach Mexiko, hg. von Philipp Oswalt. 2019. S. 534–549. Gutknecht, Dieter: Studien zur Geschichte der Aufführungspraxis Alter Musik. Ein Überblick vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg. 1993. Dietzsch, Folkert: Die Studierenden am Bauhaus. 2 Bde. 1990.

Hindemith, Paul

1895–1963

Komponist, Bratschist, Dirigent, Schriftsteller, Pädagoge

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd118551256.html

https://www.mgg-online.com/mgg/stable/533542

https://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00002010

Bezug

Verschiedene Bezüge zum Bauhaus, ohne unmittelbar an ihm gewirkt zu haben: Rezeption seiner Musik in bühnenbildnerischen Arbeiten (u. a. Roman Clemens und Oskar Schlemmer) und Konzerten (z. B. im Rahmen der Bauhaus-Woche 1923, bei der H. anwesend war [»Das Marienleben«], im Zuge von Paul Armas Reihe »zeitgenössische musik und ihre entwicklungsmöglichkeiten«, 1931, sowie laut bauhaus4/1928 (S. 24) in einer eigenen Veranstaltung zu seiner Musik). Darüber hinaus Kontakt mit Bauhäusler*innen, darunter Walter Gropius und Paul Klee, die seine Musik schätzten. Letzterer hatte H. möglicherweise über Oskar Schlemmer im Rahmen der Zusammenarbeit zum »Triadischen Ballett« kennengelernt.

Literatur (Auswahl)

Ganter, Martha: »Die Musikvorträge am Weimarer Bauhaus«. In: bauhausvorträge. Gastredner am Weimarer Bauhaus 1919–1925, hg. von Peter Bernhard. 2017. S. 317–361. Betzwieser, Thomas: »Zwischen Skizze und Derivat: Annäherungen an Hindemiths Musik zu Oskar Schlemmers Triadischem Ballett (1926)«. In: Hindemith-Jahrbuch. XXXVII. 2008. S. 48–82. Miyashita, Makoto: »Die Neue Klassizität. Klee, Busoni und Hindemith«. In: Paul Klee. Melodie und Rhythmus, hg. vom Zentrum Paul Klee. 2006. S. 177–198. Schinköth, Thomas: »Vulkanisches Gelände im Meere des Spießbürgertums: Musik und Bühne am Bauhaus«. In: Musikstadt Dessau, hg. von Günter Eisenhardt. 2006. S. 191–212. Schlemmer, Oskar/Hüneke, Andreas (Hg.): Oskar Schlemmer. Idealist der Form. Briefe – Tagebücher – Schriften. 1990. Bauhaus-Archiv Berlin (Hg.): bauhaus zeitschrift 1926–1931, Faksimile-Edition, mit einem Essay von Astrid Bähr. 2019.

Hinze-Reinhold, Bruno

1877–1964

Pianist, Klavierpädagoge

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd116899174.html

Bezug

Direktor der Weimarer Musikschule (1916–1928, 1929–1933), als dessen Nachfolger für eine kurze Zeit auch Arnold Schönberg angedacht war. Klavierpartner von Helge Lindberg in dessen Konzert am 3. Juli 1920 (Werke von Johann Sebastian Bach, Georg Friedrich Händel und Hans Pfitzner).

Literatur (Auswahl)

Ganter, Martha: »Die Musikvorträge am Weimarer Bauhaus«. In: bauhausvorträge. Gastredner am Weimarer Bauhaus 1919–1925, hg. von Peter Bernhard. 2017. S. 317–361.

Hirschfeld-Mack, Ludwig*

1893–1965

Maler, Grafiker, Pädagoge

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd121965783.html

https://bauhaus.community/gnd/121965783

Bezug

Bauhaus-Angehöriger. Bezug zur Musik liegt u. a. in Beschäftigung mit zeitgenössischen Ideen einer visuellen Musik (vgl. die Konzeptionen von Walter Ruttmann, Oskar Fischinger, Viking Eggeling, Alexander László, Hans Richter und weiteren; H.-M. hatte sich u. a. mit dem Zusammenspiel von Stummfilm und Musik befasst). Eigene gesamtkunstwerkliche Arbeiten mit Musik, Tanz, Bewegtbildern, Licht und mehr im Rahmen der Farbenlichtspiele, z. B. die Farbensonatine und »S-Tanz« (»Soviet-Tanz«). Darüber hinaus Rezeption von Musik in Gemälden (Beispiele bei Stasny 2000, S. 41) und musikalische Mitwirkung bei Bauhaus-Festen (Akkordeon), laut Koerner2008 zudem Kompositionen für die Bauhaus-Kapelle. Nach Zeit am Bauhaus u. a. Kontakt mit Protagonisten der Jugendmusikbewegung und Instrumentenbau, darunter Fritz Jöde. Auch Bau von Musikinstrumenten, die die Synthese mit Farblichem suchen (Farbklaviere, farbcodierte Zithern, Pedalfarbanzeiger für Colour-Chord-Orchester etc.).

Literatur (Auswahl)

Schwarbauer, Resi/Church, Sophie: Ludwig Hirschfeld-Mack. More than a Bauhaus artist. 2021. Grosch, Nils (Hg.): Novembergruppe 1918. Studien zu einer interdisziplinären Kunst für die Weimarer Republik. 2018. Ganter, Martha: »Musikleben am Staatlichen Bauhaus in Weimar«. In: Weimar-Jena: Die große Stadt – Das kulturhistorische Archiv, hg. von Volker Wahl, 5, 3. 2012. S. 182–190. Siebenbrodt, Michael: »Jazzkapelle und Gesamtkunstwerk – Musik am Bauhaus in Weimar«. In: Übertönte Geschichten. Musikkultur in Weimar. Jahrbuch der Klassik Stiftung Weimar, hg. von Hellmut Th. Seemann und Thorsten Valk. 2011. S. 121–136. Nehls, Werner: Bauhaus und Marxismus. 2010. – Das kulturhistorische Archiv, hg. von Volker Wahl, 5, 3. 2012. S. 182–190. Wagner, Hedwig: »Bewegte Farbenlichtspiele und Migration. Ludwig Hirschfeld-Mack und die Moderne«. In: An Bord der Bauhaus. Zur Heimatlosigkeit der Moderne, hg. von Sonja Neef. 2009. S. 153–175. Krausse, Joachim: »Mechanischer Affe und Quantum Machine. Bau- und Bühnenlaboratorium – vom Bauhaus zum Blackmountain College«. In: Spuren der Avantgarde: Theatrum machinarum, hg. von Helmut Schraosigkeit der Moderne, hg. von Sonja Neef. 2009. S. 153–175. Koerner, Andras/Weininger, Andor: The Stages of Andor Weininger. From the Bauhaus to New York. 2008.mountain College«. In: Spuren der Avantgarde: Theatrum machinarum, hg. von Helmut Schraosigkeit der Moderne, hg. von Sonja Neef. 2009. S. 153–175. Stasny, Peter: Ludwig Hirschfeld-Mack. Bauhäusler und Visionär. 2000. Hirschfeld-Mack, Ludwig: Farben-Lichtspiele. Wesen Ziele Kritiken. 1925.

Hoeßlin, Franz von

1885–1946

Komponist, Dirigent

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd116933259.html

https://www.lexm.uni-hamburg.de/object/lexm_lexmperson_00002011

Bezug

Von 1923–25 Musikdirektor in Dessau und Unterstützer des Bauhauses. Darüber hinaus einer der Initiatoren, das Bauhaus nach Dessau zu holen. Kontakt mit u. a. Paul Klee und Wassily Kandinsky, die seine Konzerte besuchten.

Literatur (Auswahl)

Siebenbrodt, Michael/Lutz Schöbe: Bauhaus. 1919–1933. Weimar-Dessau-Berlin. 2015. Busch, Barbara: Berthold Goldschmidts Opern im Kontext von Musik- und Zeitgeschichte. 2000.

Hoffmann-Lederer, Hanns*

1899–1970

Grafiker, Designer, Bildhauer, Hochschullehrer

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd118705997.html

https://bauhaus.community/gnd/174221894

Bezug

Bauhaus-Angehöriger. Mitglied der Bauhaus-Kapelle (Schlagzeug). Laut Weininger ehemaliger Profi-Schlagzeuger.

Literatur (Auswahl)

Ganter, Martha: Musikleben und musikalische Einflüsse am Staatlichen Bauhaus in Weimar. Masterarbeit an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2012. Dietzsch, Folkert: Die Studierenden am Bauhaus. 2 Bde. 1990.

Hübner, Herbert

1903–1989

Rundfunkautor, Komponist, Pianist, Toningenieur

Biografischer Verweis

https://www.deutsche-biographie.de/pnd1015187668.html

https://bauhaus.community/gnd/1015187668

Bezug

Bauhaus-Angehöriger. Studium bei Paul Klee, Walter Gropius, Wassily Kandinsky, Johannes Itten und László Moholy-Nagy, ab 1926 an der Musikhochschule Weimar (Komposition, Klavier, Orgel). Ab 1930er-Jahren im Rundfunk: erst Frankfurt, dann Berlin, nach dem Zweiten Weltkrieg in Hamburg prägend für das Musikprogramm des NDR (»das neue werk«). Manuskripte u. a. in Hamburgischer Staatsbibliothek und Staatsarchiv, dort auch Korrespondenz mit Tut Schlemmer zur Aufführung des »Triadischen Balletts« im Zuge von »das neue werk«.

Literatur (Auswahl)

Müller, Kai Hinrich: »Musikerinnen und Musiker im Umfeld des Bauhaus (1919–1933)«. In: Musikerinnen und Musiker im Umfeld des Bauhauses, hg. von Kai Hinrich Müller. 2025. S. 11–57. Wendt, Imke: »Herbert Hübner«. In: Hamburgische Biografie. Bd. 5, hg. von Franklin Kopitzsch und Dirk Brietzke. 2010. S. 197–198.